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THE UNIMAGINABLE HORIZON
20.9.-22.10.2022

In ihrer neuen Ausstellung erkundet Maya Gelfman tiefe psychologische Zustände. Die Arbeiten sind eine Serie nicht-gegenständlicher Gemälde und können als eine Form der Kartografie betrachtet werden, als Karten zu verborgenen Orten, zu (bisher) versperrten Wegen und zu neuen Straßen dienen. Dies markiert eine Verschiebung in Gelfmans Repertoire. Ihre Praxis war figurativ, symbolisch, verwurzelt in Mythologien, Traumwelten und Traumata erforschend. Ihre neue Atbeiten korrespondieren mit tiefgreifenden Veränderungen in ihrem Leben.
2017 begannen Gelfman und ihr Partner Roie Avidan ein performatives Experiment.
Sie verschenkten ihr Hab und Gut, zogen in ein fremdes Land und nahmen einen alten Lieferwagen als ihr Zuhause. Sie luden Fremde ein, ihre Route und ihre nächsten Interaktionen zu bestimmen, um dort öffentliche Werke zu schaffen, die diese Erfahrungen widerspiegeln. Das “Serendipity-Experiment” dauerte 4 Jahre und umspannte 100.000 km in den USA. Als die Pandemie ausbrach, waren sie noch unterwegs. Ohne ein Zuhause, ohne häusliche Zuflucht, ohne das Sicherheitsnetz einer Familie oder eines Einkommens.
Nachdem sie sich kürzlich wieder niedergelassen hatte, konnte Gelfman wieder im Studio arbeiten. Dort stieß sie auf eine innere Blockade – frühere Inspirationen, Techniken und Mittel waren ihr nicht mehr zugänglich. “Ich hatte das Gefühl, sie seien in mir eingefroren oder eingerostet. Da ich nicht in der Lage war, alle Erfahrungen und Veränderungen, die ich durchgemacht hatte, vollständig zu verarbeiten, konnte ich nicht dort weitermachen, wo ich aufgehört hatte.”
Der Durchbruch kam, als sie aufhörte, “etwas malen” zu wollen, und sich darauf einließ, “das rostige Gefühl des Steckenbleibens zu vermitteln”, als sie dem Unterbewusstsein erlaubte, sich direkt auf der Leinwand zu manifestieren. Dies setzte eine ungehemmte Kreativität frei.

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Breath of the South

Die Ausstellung präsentiert die Werke von vier Künstlern. Jumu Monster, Pichardo, WiseTwo und Guri.

Jurena Munõz Lagunas, Ju Mu, mit peruanisch-chilenischen Wurzeln geboren 1990 in Hannover. Studierte Modedesign an der Universitat de les Illes Balears in Palma. Sie lebt als freiberufliche Künstlerin in Berlin.

Ein globaler Nomade: Bhupi Jethwa, bekannt unter dem Künstlernamen „WiseTwo“. Er ist Kenianer, mit indischen Wurzeln, lebt in Nairobi und hat dort mit seiner künstlerischen Arbeit begonnen.Seine Bilder sind voller Symbole. Mit Masken und Zeichen. Und Hinweisen auf schamanische Ritualen

Enrique Pichardo Egea wurde am 17. April 1973 in Mexiko-Stadt geboren, wo er heute lebt und arbeitet. Schon in jungen Jahren zeigte er großes Interesse an der bildenden Kunst und schuf seine eigenen Puppen und Hobbys. Im Jahr 1995 beschließt er, sich auf seine wahre Leidenschaft zu konzentrieren: Die Malerei. Im selben Jahr tritt er in die Nationale Schule für Malerei, Bildhauerei und Gravur (ENPEG) “La Esmeralda” ein, an der schon Diego Rivera und Frida Kahlo studiert haben.

“Gurí” bedeutet in der Guaraní-Sprache “Kind”. Der argentinische Künstler hat in den letzten elf Jahren ganz Lateinamerika bereist. In seinen Arbeiten lässt er sich von der Weltsicht  und der Kultur der indigenen Völker inspirieren. 2009 begann er mit Wandmalerei. Seine Gemälde sind in Galerien und in Straßen in mehr als 15 Ländern zu sehen.