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Dreamland

Wir sind nicht die einzigen Lebewesen, die im Schlaf träumen. Doch nur wir können diese Träume mit anderen teilen, und nur Menschen machen Kunst. Wird das auch morgen noch so sein?
Hast du süße Träume? Hast du Albträume? Wenn wir abends ins Bett gehen, wünschen wir uns wohl alle eher das Erste. Wer möchte schon im Schrecken aufwachen? Tagsüber ist das anders. Leute schauen Horrorfilme und hören Black Metal. Einige verletzen sich selbst. Manche Künstler*innen beschäftigen sich mit Hässlichem und Verwirrendem. Leader schmieden Pläne, die niemals zum Paradies führen werden. Andere halten Reden voller Hoffnung: “I have a dream”.
Wir brauchen unsere Träume, in welcher Form auch immer sie erscheinen. Kunst zu machen bedeutet, sie für sich und für uns alle zu verwirklichen, in dem Medium deiner Wahl. Maschinen können nicht träumen.
Diese Ausstellung heißt DREAMLAND.

Ich wurde eingeladen, eine Ausstellung mit fünf Studentinnen aus meiner Klasse an der Angewandten zu kuratieren. Das Thema fand ich bald, als ich darüber reflektierte, wie einige Studentinnen in ihren jüngsten Arbeiten traumartige Themen aufgegriffen haben. Andere haben vielleicht nicht bewusst in diese Richtung gedacht, aber ich als Betrachter kann meine Vorstellungen von traumhaften Zuständen auf ihre Arbeiten projizieren. Ob sie nun schön oder alptraumhaft sind.
Die Künstlerin kann nicht entscheiden, was ich – oder du – aus dem Werk machen werden. Trotzdem wird sie immer alles tun, um den Ausdruck ihrer Arbeit zu kontrollieren und zu lenken. Wenn diese Arbeit erfolgreich ist, erlebt die Künstlerin selbst eine Überraschung – wie in einem Traum.

Tina Graf, Ivie Isibor, Fuko Katsuda, Timotej Kosmel und Felix Schwentner wurden zwischen 1995 und 1998 in Österreich, Japan, der Slowakei und Taiwan geboren. Sie begannen zwischen 2019 und 2021 ihr Studium an der Abteilung für Grafik und Druckgrafik an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Jan Svenungsson

Jan Svenungsson

Wurde 1961 in Lund geboren. Seit 2011 ist er Professor für Grafik und Druckgrafik an der Universität für angewandte Kunst Wien.

Fuko Katsuda

Geboren in Osaka, Japan, 1995.


Night, just before nightfall, dusk.
Luminous houses. Steaming houses.
The smell of grass. The coldness of the iron fence.
Light smoke. Silence of concrete.

There is no evidence that these situations were ever real, because I can’t distinguish between dreams and memories, which means there is no proof that you are who you are or were.
I believe that self-doubt makes us human. And helps us let the right one glow.


Felix Schwentner

Geboren in Graz, Österreich, 1995.

Simultaneous events. We are sitting here very much aware of what is going on
in multiple corners of the world. What do we do with all the information we
receive daily? We find ourselves in a land, that our grandparents and great-
grandparents dreamt about. We are seeing how everything can change from
one moment to another. How do they say it so beautifully and dark? – We are
awakening from a dream
.

Tina Graf

Geboren in Taitung, Taiwan, 1997.

Stolen dreams cannot be returned.
Once they are taken, they take on new forms.

I am a thief.
I confess, I have been stealing dreams.
Found in a book, two old mens’ wet fantasies just seemed too tempting to me.

Ivie Isibor

Geboren in Wien, Österreich, 1997.

Are we able to rest
not to recharge for work
but to be at ease ?
Imagine we remain in a rested state.
What is there to dream about after we wake up, I wonder

Timotej Kosmel

Geboren in Bratislava, Slowakei, 1998.

In my Artistic practice I deconstruct images from digital photos and create paintings which are seemingly reminiscent of that process, but distorted into a negation of their origin
Fire is a symbol of destruction, but also of rebirth. It gives us warmth and light and helps us to survive. It also deconstructs.
Oil on canvas, Silkscreen, Lithography, experimental carborundum-silicone prints Various dimen
sions

Available Art:

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