Im angloamerikanischen Rechtssystem wird „Breaking and Entering“ historisch als Straftat definiert, die sich vom Einbruch unterscheidet. Während Einbruch die Absicht bezeichnet, innerhalb eines Gebäudes eine Straftat zu begehen, wird beim „breaking and entering“ bereits das Eindringen selbst unter Strafe gestellt. Bei näherer Betrachtung scheint diese Handlung in zwei einzelne Teile unterteilt zu sein:
- das Überwinden einer Barriere (Einbruch)
- die tatsächliche Entscheidung, diese Barriere zu überwinden (Eindringen).
Dies bildet einen Raum, der sowohl auf physischer (1) als auch auf psychologischer (2) Ebene geschützt und definiert ist. Die Installationen von Rubén Ezequiel Löwy bevölkern die beiden Ausstellungsräume der AG18 Gallery und untersuchen diese beiden räumlichen Konstitutionen weiter. Indem sie Objekte hinterfragt, die innerhalb mechanischer Reproduktionssysteme funktionieren, offenbart die Ausstellung eine paradoxe Konstellation aus Sicherheit, Authentizität und einem mehrdeutigen rechtlichen Status.
Rubén Ezequiel Löwys konzeptuelle und räumliche Praxis erforscht verborgene Strukturen historischer Manifestationen, Täuschungen des Alltags und systematische Regeln als neues künstlerisches Material.
